Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 5 – Selbsthilfegruppe

10 gute Gründe für den Besuch einer Selbsthilfegruppe

  1. Selbsthilfe wirkt.
  2. Die Gruppe fängt dich auf. Nicht nur, wenn’s kritisch wird.
  3. Selbsthilfe macht stark.
  4. Du bist nicht allein.
  5. Du triffst dort Menschen, denen es genauso geht wie dir. Also Fachleute.
  6. Selbsthilfe macht stark.
  7. Selbsthilfe bedeutet: gute Aussichten!
  8. Selbsthilfe funktioniert. Ganz ohne Papierkram.
  9. Selbsthilfe ist überall.
  10. Es bleibt unter uns. Versprochen.

und: Selbsthilfe ist auch für Angehörige da.

Zum Download: die komplette PDF zum Thema von DHS und DAK

Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 4 – Nein sagen leichtgemacht

Nein sagen leichtgemacht: Trinkanlässe gibt es immer und überall. Wenn du den Wunsch hast, ein Alkoholproblem zu überwinden, brauchst du darum auch eine Strategie, Trinkangebote abzulehnen. Ich möchte dir Anregungen und Möglichkeiten zeigen, wirksam „Nein“ zu sagen. Wie kannst du „Nein“ sagen, dabei standfest bleiben und dich wohl fühlen?

Tipp 1 Überlege dir schon vor einer Feierlichkeit, wie du die Zeit gestalten möchtest.

Auf wen könnte ich zugehen und ein Gespräch beginnen?
Gibt es etwas, das ich mir dort anschauen möchte?
Kann man tanzen oder umhergehen?
Sollte ich einen Zeitpunkt planen, zu dem ich die Veranstaltung verlasse?

Offen und ehrlich
Hilfreich ist eine Strategie, die vermeidet, dass immer wieder Alkohol angeboten wird. Die Abhängigkeit offen zu machen, kann in diesem Sinne auch dem Selbstschutz dienen. Das Bekenntnis zur Suchterkrankung erleichtert vielen den eigenen Weg.

Unterscheide, wem du dich offenbarst. Nicht jedem Fremden musst du dabei von deiner Sucht erzählst. Je näher dir die Person steht, umso ehrlicher und ausführlicher kannst du sein, und deine Alkoholabhängigkeit erwähnen.

Ausweichen:
„Mir geht es heute nicht so gut“,
„Ich nehme Medikamente“,
„Ich muss noch fahren“ oder
„Alkohol schmeckt mir nicht“.

Oder klar sein:
„Ich trinke keinen Alkohol.“ oder
„Ich vertrage keinen Alkohol.“

Tipp 2 Entscheide sorgfältig, wem du sagst, dass du alkoholabhängig bist. Unterscheidenach Familie, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und Fremden. Es sollten Menschen sein, denen du vertrauen kannst.

Selbstsicher mitteilen
Ein bereits seit längerer Zeit trockener Alkoholiker tritt meist selbstbewusster auf und sagt eindeutig: „Ich trinke keinen Alkohol.“ Mit der Zeit kann man zu der Überzeugung gelangen, dass es nur noch eine Aussage gibt: „Ich trinke keinen Alkohol.“ Alles, was diesem Satz noch hinzugefügt wird, weicht die Aussage nur auf. Eine Begründung ist nicht notwendig, weil dann ganz schnell eine Situation entsteht, in der du dich rechtfertigen musst.

Mit Humor
Wenn dir Alkohol angeboten wird, kannst du entgegnen:
„Ich hab‘ in meinem Leben schon genug getrunken, ich brauch nichts mehr“,
oder etwa:
„Einen Kater als Haustier kann ich nicht gebrauchen.“
„Ich muss mir niemanden mehr schön trinken.“
„Ich habe jetzt schon einen Dickkopf.“

Für diese Strategie braucht es sicher einen gewissen Abstand zur „nassen“ Phase, eine zufriedene Abstinenz – und die Fähigkeit, sich selbst auf den Arm zu nehmen.

Tipp 3 Lass dich unter keinen Umständen überreden. Wenn du bedrängt wirst, solltest Du die Situation oder auch die Personen so weit wie möglich meiden.

Quelle: DHS
Hilfreiches und humorvolles Video von Nathalie Stüben zum Thema NEIN sagen.

Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 3 – Vorteile beim Leben ohne Alkohol

Vorteile beim Leben ohne Alkohol – denn „Ein Leben ohne Alkohol ist keine Qual, es bedeutet Freiheit.“

Manch einer malt sich das Bild eines nüchternen Lebens aus mit Langeweile, Dunkelheit, Verzicht, Qual. Aber so ist das gar nicht! Das Leben ohne Alkohol bietet viele Vorteile:

Klarheit – morgens aufwachen und fit sein! Sich nicht mehr fragen müssen, wie bin ich gestern nach Hause gekommen oder wo ist mein Handy, meine Jacke, habe ich Unsinn gepostet, geredet ….

Gefühle – Sie kommen wieder, ja auch die blöden. Die müssen jetzt verarbeitet werden. Du kannst lernen damit umzugehen, aber auch die positiven Gefühle kommen wieder. Freude, Glücksgefühle, Dankbarkeit.

Selbstbestimmtheit – Du bist wieder Herr der Dinge bzw. Frau der Dinge. Du kannst jederzeit Autofahren, jederzeit ans Handy gehen, entscheiden, ob du noch was machst oder nicht, es gibt keine Sucht mehr, die dich zu den unmöglichsten Gelegenheiten zum Einkaufen drängt, weil Du noch was zu trinken brauchst. Die Sucht beherrscht nicht mehr Deine Gedanken.

Kreativität – ausgebrannt, krank und depressiv zu sein ist anstrengend und bringt keinerlei kreativen Vorteil.

Gesundheit – schon kurz nach dem Aufhören zu Trinken fühlt man sich automatisch viel besser, man schläft besser, man sieht gesünder und besser aus, weil Du es ausstrahlst und es eben so ist.

Präsenz – du wirst bemerken, dass du dich nicht mehr verstecken brauchst, weil du nichts mehr verstecken musst. Präsent sein heißt auch, dass Du Gesprächen folgen kannst, Gedankengängen folgen kannst, Filme bis zum zu Ende sehen kannst, Du bist jetzt da.

Geruch – Du riechst besser. Du kannst Gerüche und Düfte besser wahrnehmen und auch dein Körpergeruch wird sich verbessern. Und du wirst nicht mehr so viel schwitzen.

Beziehung – es wird ein paar Freunde geben, die du nicht mehr sehen wirst, weil ihr nur gut zusammen trinken konntet oder du sie nur betrunken ertragen hast. Aber die Beziehungen zu den Menschen, die dir wirklich am Herzen liegen, die wirklich deine Freunde sind, werden noch viel schöner, wahrhaftiger und lebendiger werden.

Zeit – Alkohol raubt Dir Zeit. Blackouts, verkaterte Tage. Auf einmal weißt du, dass du viel mehr schaffst und viel mehr Dinge tust, die dir wichtig sind.

Ordnung – Du kommst zum Putzen, zum Aufräumen, Du siehst Dir deine Post bewusster an, du pflegst deinen Terminkalender und du kannst wieder ohne Probleme Arzttermine wahrnehmen. Du hast bald wieder geordnete Verhältnisse und es ist gar nicht so schwer, wie dir dein Alkoholkonsum es dir weismachen wollte.

Selbstliebe – du wirst dir gegenüber weicher und liebevoller, Du hast mehr Energie und du stellst fest, dass Du okay bist, dass du dich nicht hassen musst, dass du gut bist so wie Du bist.

Das kommt nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit – wie jede Veränderung.

(Quelle: Nathalie Stüben)


Zum Video von Nathalie Stüben

Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 2 – Wann ist Zuviel zu viel?

Wann ist Zuviel zu viel – Arten der Alkoholabhängigkeit.

Körperliche Abhängigkeit (Zittern, Übelkeit, Fettleber u.v.a.) betroffen sind aber nur ein ganz kleiner Prozentsatz der Alkoholabhängigen, in einem späten Stadium.

Psychische Abhängigkeit (Craving, Kontrollverlust)
1,6 Mio. sind alkoholabhängig (soviele Menschen leben in München)
1,4 Mio. Menschen betreiben Alkoholmissbrauch (einhergehend mit Unfällen, Stürzen, Aggressionen, Depressionen, Kontrollverlust)
Du bist unsicher ob Du betroffen bist? Der Cage-Test zeigt, wo Du stehst. (PDF)

Riskanter Konsum – Das ist der große Graubereich zwischen schlechter Gewohnheit und Abhängigkeit: Die Definition lt. WHO: mehr als 1 Glas Wein für Frauen und 2 Glas Wein für Männer täglich mit 2 Tage ohne Alkohol in der Woche. Das ist sicher für die meisten von uns lächerlich wenig. 6,7 Mio. Menschen trinken mehr als das. Dazu kommen noch mal 12,7 Mio. Menschen, die episodische Rauschtrinken betreiben.
20 Mio. Menschen wabern in diesem Graubereich und nur weil alle das tun und es gefühlt ja schon immer so war, ist das nicht unbedenklich.
Es gibt ein paar Fragen, die Du Dir beantworten kannst, um herauszufinden ob Du Dich schon in diesem Graubereich bewegst und auf ein Problem zusteuerst:
• Du kannst Dir nicht mehr vorstellen, ohne ein Glas Wein oder Bier zu entspannen
• Du kannst Dir nicht mehr vorstellen, ein schönes Abendessen ohne Alkohol zu genießen
• Du belohnst Dich mit Wein oder Bier
• Deine Hobbies erscheinen Dir immer unattraktiver oder Du kannst sie Dir ohne Wein oder Bier gar nicht mehr vorstellen (Das Bier nach dem Training o.ä.)
• Du kannst nicht so gut einschlafen ohne etwas getrunken zu haben
• Die Welt erscheint Dir immer hoffnungsloser
• Du verstehst nicht, wie Leute an Gott glauben können oder spirituell sein können
• Du hast ein Gedankenkarussell, das Du nicht stoppen kannst
• Du kannst Dich nicht mehr richtig konzentrieren
• Du vergisst Dinge
• Du gehst verkatert zur Arbeit
• Du fährst Auto obwohl Du getrunken hast

Wenn Du Dir noch immer unsicher bist, ob Du ein Problem hast, sind hier Hinweise zu Menschen, die sicher kein Problem damit haben:

Gelegenheitstrinker – sie stoßen mit einem Sekt an Silvester an, das war es. Feiern ohne zu trinken. Sie denken nicht an Alkohol, er spielt einfach keine Rolle. Es ist egal, ob er da ist oder nicht.

Abstinenzler – Es gibt die, die in der Kindheit sehr schlechte Erfahrung in der Familie/Umfeld mit Alkohol gemacht haben und die, die den ersten Schluck getrunken haben und den Alkohol widerlich fanden und deshalb nicht trinken.
Die zweite Gruppe sind die, die nachdem sie ein Problem mit Alkohol hatten damit aufgehört hatten. Hier gibt es auch noch die Unterscheidung zwischen denen, die es ein Leben lang bedauern, dass sie nicht trinken dürfen und denen, die es abfeiern, dass sie nicht mehr trinken müssen.
(Quelle: Nathalie Stüben)

Hilfreicher Video auf Youtube von Nathalie Stüben

Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 1 – Trink-Regeln und Gesetze

Trink-Regeln und Gesetze in unserer Kultur, deren Richtigkeit in Frage zu stellen sind. Menschen, die keinen Alkohol trinken gehören zu einer Minderheit: Nur 16% der deutschen Bevölkerung trinkt keinen Alkohol. Und durch die Regeln, die bei uns gelten ist es leider noch immer außergewöhnlich keinen Alkohol zu trinken. Im Video „Untergang der Titanic“ der Seite „Lieber schlau als blau“ wird der Umgang mit Alkohol sehr anschaulich erläutert.

[Ironiemodus ein] Nachfolgend einige Regeln und Gesetze zum Trinken. Fakt ist: die Regeln können problemlos eingehalten werden! [Ironiemodus aus]

Diese Regeln kennen schon dreijährige Kinder:

Erwachsene trinken Alkohol, Kinder nicht
Männer trinken mehr als Frauen
Alkohol trinkt man auf Partys nicht zum Frühstück

5 ungeschriebene Gesetze im Umgang mit Alkohol – unsere kulturellen Regeln

(1) Regelmäßig Alkohol zu trinken ist normal.

Nur 16% der Menschen trinken keinen Alkohol
Alkohol ist überall zu kaufen, für Jugendliche ist Alkohol das erste Suchtmittel

(2) Alkohol gehört dazu. Man fällt weniger auf, wenn man trinkt.

Die häufigsten Trinksituationen:

  • mit Freunden/beim Feiern – 85% der Bevölkerung meint, dass es zum guten Ton gehört für Gäste immer alkoholische Getränke parat zu haben
  • beim Fernsehen – die meisten Tätigkeiten beim Fernsehen sind Rauchen und Trinken. In jeder Stunde sieht der Zuschauer im Schnitt 9 Szenen mit Alkohol. Sportsendungen werden von den Werbespots der Alkoholindustrie umrahmt.
  • in Kneipen – kein Alkohol zu trinken immer noch die Ausnahme. Alkohol ist immer noch das billigste Getränk
  • bei Mahlzeiten – Beim Abendessen gehört Alkohol für 40% der Bevölkerung dazu, beim Mittagessen sind es 17%.
  • am Arbeitsplatz trinkt jeder 10. regelmäßig Alkohol

(3) Alkohol tut gut.

Ganz allgemein herrscht dem Alkohol gegenüber eine positive Einstellung. Alkohol wird als Lösungs- und Hilfsmittel angesehen: Beispielsweise ist die große Mehrheit der Bevölkerung der Meinung

… Alkohol bewirke, dass man sich in Gesellschaft wohler fühle
… Alkohol erleichtere den Kontakt mit Leuten, die man nicht kennt
… Alkohol sei eine angenehme Möglichkeit sich zu entspannen
… Alkohol stärke das Selbstverstrauen
… Alkohol mache humorvoller und einfallsreicher
… Alkohol helfe bei Niedergeschlagenheit und Depressionen
… Alkohol erleichtere das Ertragen starker Belastungen
… Alkohol erleichtere die sexuelle Annäherung
… Alkohol helfe beim Abschalten

(4) Trinke so viel wie Dein Nachbar – es gibt keine klaren Hinweise, was zu viel ist.

Folgende Trinkmuster sind weitverbreitet: Niveau-Trinken, Runden-Trinken, Flaterate-Trinken. Eine gleiche Trinkmenge stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und dient als Statussymbol.

(5) Alkoholtrinken ist Privatsache, da hat man sich nicht einzumischen.

Das ist eine gängige Meinung. Es wird für unangebracht gehalten, jemanden wegen seines Alkoholkonsums zu kritisieren. Häufig wird ein Arbeitskollege, der einen anderen wegen gefährlichen Alkoholkonsums meldet, anschließend als „Radfahrer“ geschnitten. Dagegen werden auffällige Kollegen oft lange von den Kollegen gedeckt und sogar in Suchtkliniken sind viele Patienten der Auffassung, dass man Rückfälle von anderen besser für sich behält.

Die Alkoholindustrie setzt angesichts zunehmender Einschränkungen gezielt auf Produktplacements in Filmen und im Sport (!) und vermittelt, dass Alkohol ein integraler und vor allem erstrebenwerter Bestandteil unseres Alltags ist. In Deutschland gibt die Alkoholindustrie jährlich ca. 540 Mio. Euro dafür aus.

Schlussfolgerung: Nichttrinken ist unnormal. Es fühlt sich an, wie gegen den Strom zu schwimmen. Der Nichttrinker gehört zu einer Minderheit. Dazu braucht es Mut, Überzeugung und vor allem die Einsicht, dass diese Regeln alle Unsinn sind und auf lange Sicht krankmachen. Wobei … diese Einsicht sollten auch Gelegenheitstrinker haben.
(Quelle: Lieber Schlau als Blau)

Weitere Links zum Thema

Lieber schlau als blau

Suchthilfe und Suchtprävention | soziales. hessen.de

14.-22. Mai 2022 – Aktionswoche Alkohol – Weniger ist besser!

In den nächsten Tagen habe ich einige Artikel zum Thema Alkohol vorbereitet. Denn: Jeder kennt jemanden, der zuviel trinkt. Aber was ist eigentlich Zuviel? Eine Frage, die es sich lohnt, genauer zu betrachten.

Ist Trinken bei mir einfach eine schlechte Angewohnheit oder ist es schon mehr? Denke ich viel über meinen Alkoholkonsum nach? Hat mich jemand schon einmal drauf angesprochen? Bin ich schon unangenehm aufgefallen oder gar ausgefallen?

Vielleicht ist es an der Zeit einmal hinzuschauen und den Anfang zu machen, sich etwas Gutes zu tun. Besseres als ein Glas Bier, Wein oder Schnaps: Das gute Gefühl UNabhängig zu werden, zu sein, zu bleiben. Denn – um mit den Worten von Nathalie Stüben zu sprechen:

Nüchtern sein ist keine Qual, es bedeutet Freiheit.

Besucht mich: am 28.+ 29.5.2022 in Niedernhausen auf der FUGA 2022

Die Vorbereitungen laufen und ich freue mich sehr darauf. Es gibt viel zu bedenken: Standausstattung, Rollup, Plakate, Flyer, Visitenkarten und natürlich viele Glücksmomente. Ich bin gut vorbereitet und kann auf tatkräftige Unterstützung zählen. Spannend werden die Begegnungen und der Austausch mit den Besuchern und anderen Ausstellern.

Die Hemmschwelle der Besucher, sich auf ein Gespräch einzulassen, könnte eine Herausforderung sein. Immerhin habe ich weder schicke Klamotten noch hippe Accessoires im Angebot, sondern Themen, die vom Besucher eine Bereitschaft und Offenheit verlangen, sich einzulassen. Und das ohne Angst und Ablehnung, sondern mit Neugier nicht nur auf mich sondern insbesondere auf sich selbst.

Mein Messeangebot: Ein kostenfreies Traumfänger-Coaching: Ich unterstütze Dich dabei, Dich an neue oder alte Träume zu wagen. 30 wertvolle Minuten für Dich und Deine Zuversicht. 30 Minuten, um aus der Lethargie, dem Jammertal und dem Nichtstun zu kommen. Habe ich Dich neugierig gemacht? Ruf mich an, sende mir eine WhatApp-Nachricht oder eine Mail. Der Rest wird sich wie von selbst ergeben. Oder komm auf einen Kennenlernplausch auf der FUGA 2022 bei mir vorbei. Der Stand mit dem sonnengelben Dach gehört zu mir 😉

Gerne möchte ich mit den Besuchern über den Umgang mit Alkohol in unserer Gesellschaft plaudern. Weil Alkohol zu unserer Kultur gehört, wird der Umgang mit ihm überhaupt nicht hinterfragt. Menschen zu sensibilisieren und ein Bewusstsein für zu viel, zu oft und zu lange zu wecken, ist meine Absicht.

Ein weiteres Angebot an alle, die ihren Alkoholkonsum reduzieren möchten: Dein Alkoholfrei-Coaching, um herauszufinden wo Du stehst, was Du tun kannst. in einem Gespräch im geschützten Rahmen in meiner Praxis können wir gemeinsam der Erkenntnis näherkommen, ob du dir unnötige Gedanken machst oder es tun besser solltest – ohne Vorwürfe, Belehrungen oder Erwartungen. Zusammenhänge erkennen und Verständnis für unser Suchtgedächtnis erlangen, ist ein erster Schritt in die einzig richtige Richtung. Denn

„Nüchtern sein ist keine Qual, es bedeutet Freiheit“

Nathalie Stüben

Jahresende – Rückblick 2021 und Vorschau auf 2022

Gerne möchte ich Euch, liebe BesucherInnen, LerserInnen und Einfach-mal-Vorbei-SchauerInnen einen kleinen Einblick in meine persönliche Entwicklung geben:

Gefühlt ist das Jahr 2021 schon vorbei. Es hat sich viel getan. Mit den ersten Coachings ging es bereits Anfang des Jahres los. Was soll ich sagen: Es macht mir total viel Freude, Menschen auf ihrem Weg zu begleiten! Auf lange Sicht gesehen, freue ich mich darauf, mich voll und ganz auf die Arbeit mit Klienten konzentrieren zu können.

Im April bin ich mit dem Studiengang zur Suchtberaterin fertig geworden. Die Prüfung war – coronabedingt – erst im Oktober möglich. Geschafft! Endlich. Ein Studiengang der mich herausgefordert hat.

Im Sommer, der keiner war, habe ich einige Workshops ausgearbeitet, die ich den verschiedenen Volkshochschulen im Umkreis angeboten habe. Keiner der Workshops hat die Mindestteilnehmerzahl erreicht. Also viel Arbeit erst mal für die Schublade. Aber nach dem Motto „Wer weiss für was es gut ist“, lasse ich mich nicht entmutigen.

Den Rest vom Sommer habe ich mir gegönnt: Auszeit mit einer Freundin, kreative Online-Kurse und viel Gartenzeit. So gestärkt ging es in den Herbst. Zur nächsten Fortbildung angemeldet: Medical Health First Aid-Ersthelferin, um für Kriseninterventionen besser gerüstet zu sein.

Von meiner Ausbildungsakademie kam die Einladung zum Ehemaligen-Event, um dort von meinem Werdegang und den Erfahrungen zu berichten. Ein wunderbares Netzwerktreffen!

Und zwischendurch immer wieder Beratungen, Coachings und Mutmacher-Gespräche, netzwerken und fachsimpeln.

Für das nächste Jahr lautet mein Motto „Sichtbarer werden“.

Bei meinem Arbeitgeber plane ich 2022 wieder eine Aktion zur Aktionswoche Alkohol anzustoßen, beim geplanten Gesundheitstag mitzuwirken und meine Kompetenzen im Betriebsrat einzubringen. 2022 ist Betriebsratswahljahr.

Ich habe mich zur Gewerbeausstellung im Nachbarort angemeldet. Ein aufregendes Projekt mit viel Vorbereitungs-Ideen dazu. Ich freue mich sehr darauf.

Das erste Give-Away ist entwickelt, gedruckt und bereit für alle, die sich einen Glücksmoment gönnen möchten:

Es gibt natürlich auch eine Rückseite, auf der Du Impulse findest. Na, neugierig? Du magst auch ein Exemplar haben? Aber gerne: Dafür brauche ich Deine Adresse. Einfach über das Kontaktformular senden, anrufen oder per WA senden. (zum Datenschutz: Die Adresse wird nur für diesen Versand verwendet und noch nicht mal digital erfasst. Ich schreibe sie auf einen Briefumschlag und das war es.) Ich würde mich sehr über Feedback dazu freuen.

Trauer und Wut – die beiden Schwestern

Wut wird im Rahmen der Trauer viel mehr tabuisiert als das, was man gemeinhin unter “Trauer” versteht. Wenn uns etwas genommen wird oder wenn jemand uns verlässt, dann reagieren wir mit Trauer, aber eben auch mit Aggression, mit Wut und Zorn.

Wut und Trauer gehören zusammen, sie sind Schwestern. Die Trauer ist dabei die passivere der beiden, sie will, dass man sich zurückzieht und den Verlust wahrnimmt, den Schmerz spürt und zulässt. Die Wut ist die aktive der beiden Schwestern, sie ist diejenige, die uns zeigt, dass etwas Wichtiges fehlt, die uns aber Energie gibt, antreibt und weiterkämpfen lässt. Wichtig ist, dass man beiden einen Platz gibt, denn sie haben beide ihre Berechtigung, die letztlich zur Bewältigung und Neuorientierung führen.

Wie kann man seine Wut bearbeiten?

Bedenklich oder “unethisch” ist lediglich das Kippen von Aggressionen in Gewalt. Aggressionen selbst sind nichts Böses oder Unmoralisches. Im Gegenteil: Sie sind angeboren psychische Kräfte und haben die wichtige Funktion, uns darüber zu informieren, dass ein Bedürfnis frustriert wird. Wir werden beispielsweise aggressiv, wenn wir Hunger haben. Die Aggression treibt uns an, etwas gegen den Hunger zu tun.

Aggressionen sind also lebenswichtig. Wir reagieren aggressiv

  • wenn wir etwas tun müssen, was wir nicht tun wollen,
  • wenn wir etwas nicht bekommen, was wir haben wollen,
  • wenn uns etwas genommen wird,
  • wenn wir etwas verlieren,
  • und wenn etwas kaputt geht.

All das macht uns unzufrieden, unglücklich, frustriert, aggressiv und natürlich auch traurig.

Aggression ist also eine Information darüber, dass wir etwas tun sollen, damit es uns besser geht. Sie treibt uns an. Daher ist es der falsche Weg, sich Aggressionen zu verbieten. Gesünder ist es, sich aggressive Gefühle wie Wut, Zorn und Hass bewusst zu machen und zu fragen: „Was frustriert mich gerade und was kann ich tun, dass es mir besser geht?“ Sobald sich meine Bedürfnislage verbessert, wird auch die Aggression verschwinden und das Kippen von Aggression in Gewalt wird verhindert.

Im Trauerfall lässt sich der Grund der Frustration meist nicht so einfach beheben, denn der Wunsch ist ja, den Verstorbenen wieder lebendig zu machen – und das geht nicht. Wut in der Trauer muss aber dennoch bearbeitet werden. Folgende Fragen und Strategien können helfen:

1. Spüre ich Wut, Zorn, Aggressionen? Mach dir Wut, Zorn, Hass und Aggressionen bewusst und lasse sie zu. Hab keine Schuldgefühle, denn das Zulassen von Wut gehört auch mit zur Trauer dazu! Halte dir vor Augen, dass die Wut wichtig ist, weil sie dir Kraft und Ansporn gibt, deine Arbeit aktiv voranzutreiben.

2. Gegen wen richtet sich diese Wut? Schreib demjenigen einen entrüsteten Brief. Das kann der Verstorbene sein, der Verursacher des Unfalls oder auch der liebe Gott.

Das fällt oft schwer, aber du kannst den Brief damit abschließen, indem du dem Verstorbenen erklärst, dass du wütend bist, weil du ihn ja liebst. Wäre der Verstorbene dir nämlich egal, wäre da keine Trauer, aber auch keine Wut.

Gott kannst du um Verständnis bitten. Du kannst ihm danken für die gemeinsame Zeit, die du mit dem Verstorbenen haben durftest, du kannst ihm aber auch sagen, dass du eine enorme Wut hast, dass er dir genommen wurde. Wenn der liebe Gott das nicht aushält, wer dann?

Und dem Unfallverursacher kannst du sagen: Ich weiß, dass du das nicht wolltest und dich jetzt schuldig fühlst. Dein Leben hat sich auch geändert, ich muss das jetzt aber loswerden, dass meine Wut auf dich kein Hass wird. Meine Wut richtet sich eigentlich gar nicht gegen dich als Person, sondern gegen das, was passiert ist.  Und das war einfach nur ein großes Unglück.

3. Warum habe ich Wut, was will sie mir genau sagen? Gibt es irgendetwas, das du tun kannst, dass es dir besser geht? Du kannst den Verstorbenen zwar nicht wieder lebendig machen, aber vielleicht tust du ja in deiner Trauer etwas, was dir gegen den Strich geht? Vielleicht gibst du dir zu wenig Erholungsphasen – das erschöpft und frustriert? Vielleicht achtest du zu viel darauf, was andere von dir erwarten und zu wenig auf dich selbst und deine wahren Bedürfnisse?

4. Wie kann ich Wut zum Ausdruck bringen? Sprich offen drüber, denn das hilft, Aggressionen abzubauen. Sehr hilfreich ist der körperliche Ausdruck durch Aktivität. Dadurch wird ein Ventil geöffnet und es kann „Dampf abgelassen“ werden. Boxen oder andere kämpferische Sportarten werden hier mitunter als Therapie empfohlen. Aber auch Trommeln, Stampfen, Schreien … und alles was „Laut-Sein“ provoziert, kann ein Ventil sein.

(Auszug aus einem Artikel von Dr. Christine Pernlochner)

Berufliche Veränderung

Wann hatten Sie das letzte Mal ein Leuchten in den Augen, als Sie jemandem erzählt haben, was Sie tun? Die meiste Zeit unseres Lebens verbringen auf und mit unserer Arbeit. Um glücklich zu sein, braucht es Arbeit, die Sinn macht und Freude bereitet.

Lassen Sie uns auf die Suche gehen und herausfinden, was für Sie sinnhaftes Arbeiten und berufliche Erfüllung bedeutet und wie Ihr Traumjob genau aussieht.

Wie Sie ein erfülltes Berufsleben führen können, finden wir gemeinsamen heraus.

Stepp 1 – Standortbestimmung

  • Wo stehen Sie gerade auf Ihrer Lebensreise?
  • Wie sehen Ihre bis jetzt erreichte Ziele aus?
  • Wann waren Sie so richtig gut?
  • Wo ist das Potential für mehr Lebenszufriedenheit?

Stepp 2 – Ihre Stärken & Kompetenzen

  • Was macht Sie aus?
  • Was fällt Ihnen leicht, worin sind Sie so richtig stark?
  • Was sind Ihre echten authentischen Stärken?

Stepp 3 – Ihre berufliche Vision

  • Ihre Lebens- und Berufsziele
  • Wo wollen Sie hin, Worauf haben Sie Lust?
  • Wo können Sie Ihre Stärken und Fähigkeiten ausleben?
  • Was macht für Sie Sinn?
  • Alternativen prüfen und finden

Stepp 4 – Mindset-Check

  • Umsetzen von Zielen in die Tat
  • Der Blick nach Innen
  • mögliche Zweifel
  • hinderliche Denkmuster

Stepp 5 – Strategie & Bewerbung

  • Strategie für Ihren beruflichen Neuanfang
  • Ressourcen, Netzwerke, Kontakte
  • die nächsten Schritte
  • mögliche Stolpersteine
  • Motivation

Für weitere Informationen nehmen Sie gerne Kontakt zu mir auf: