Was bei der Trauerbewältigung helfen kann

In vielen Fällen helfen schon die kleinen Dinge, die den Verlust besser verarbeiten lassen:

  • Trauertagebuch führen
  • Gesprächspartner im Bekanntenkreis suchen
  • über den Verstorbenen sprechen
  • sich etwas Gutes tun
  • raus in die Natur gehen
  • sich verwöhnen
  • Freizeitaktivitäten
  • Freunde treffen
  • Lachen
  • mit dem Hausarzt sprechen – er kann beurteilen, ob eine Therapie sinnvoll ist, um aus dem Trauerprozess herauszufinden
  • einen professionellen Trauerbegleiter finden
  • einer Selbsthilfegruppe betreten

Was kannst Du tun, um einem Trauernden zu unterstützen?

Aktiv Hilfe anbieten, nicht sagen „Melde Dich, wenn ich etwas tun kann“ sondern aktiv werden: etwas kochen und vorbeibringen, telefonieren, den Trauernden zum Essen, zum Reden, zum Kaffee trinken, zum gemeinsamen Spazierengehen, im Garten arbeiten einladen, einfach da sein. Aber auch: ihm Zeit geben. Jeder verarbeitet den Verlust anders, jeder hat sein eigenes Tempo.

In dem folgenden Artikel der Seite „Gesundheit und Wohlbefinden“ ist Trauer, Verlust, Trauerbewältigung und der Umgang damit gut beschrieben: Trauer und Verlust: Wie mit dem Verlustschmerz umgehen?

Gerade im Alter macht man die Erfahrung, dass immer mehr Freunde, Bekannte und Verwandte „wegsterben“. Was macht das mit dem zurückbleibenden Menschen? Mehr noch als in jungen Jahren steht die Endlichkeit des eigenen Daseins im Mittelpunkt. Aber es hängt nicht vom Alter ab, wie man mit Verlust umgeht, sondern mit den entwickelten Strategien zum Umgang mit Problemen und der Einstellung zu Leben und Tod.

Wenn es in Lockdownzeiten oder durch andere Widrigkeiten nicht wie gewohnt, von Verstorbenen Abschied genommen werden kann, macht das den Trauerprozess umso schwieriger, weil es noch unfassbarer wird, dass der geliebte Mensch tot ist. Keine Aufbahrung, keine große Trauerfeier, kein anschließendes Beisammensein mit allen, die den Toten und den/die Trauernden im Leben begleitet haben. Noch unfassbarer wird das, wenn der geliebte Mensch plötzlich und unerwartet stirbt und man nicht im Leben Abschied nehmen kann.

Umso wichtiger ist es, neue Rituale zu finden, um Abschied zu nehmen.

Erinnerung

Zwischenzeiten

20. März 2020 – 3 Monate nach dem ersten hoffnungsvollen Blogbeitrag im Januar.

Im Geiste hatte ich damals schon alles geplant, mir ausgemalt und war bereit, um loszulegen. Die äußeren Umstände haben sich geändert. Jetzt steht alles still, Termine werden verschoben, auf später, auf niemals wieder. Abschluss-Seminar verschoben, Abschlussprüfung verschoben. So werden Planungen einfach mal vom Tisch gewischt.

Dafür startet die nächste Ausbildung – Suchtberatung – ohne, dass die erste richtig abgeschlossen werden kann. Es ist eine Formsache, aber eben wichtig, um den Kopf frei zu bekommen für Neues. Mit dem neuen Thema ist damit der Kopf beschäftigt und ich kann meine Gedanken darauf konzentrieren. Draußen ist es still. In der Broterwerbsarbeit ist ab nächster Woche rollierende Homeoffice-Planung angesagt.

Solche Zeiten schreien danach festgehalten zu werden – ach nein, das ist ein blöder Ausdruck. Ich will sie lieber loswerden, was aber mit festhalten nicht wirklich funktioniert. Sagen wir lieber, ich will diese Zeiten niederschreiben. Mit diesem Ausdruck ist besser zu arbeiten. Niederschreiben, sie wegschreiben, auf dass sie schnell vergehen.

Was wird diese Zwischenzeit mit uns machen? Dazu wird genügend geschrieben in den sozialen Netzwerken, für die ich mir ein tägliches Zeitlimit setze, um nicht ständig mit Neuigkeiten, Meinungen, kruden Verschwörungstheorien, unsinniger Panikmache befeuert zu werden.

Ich brauche Pausen, um mich zu stärken, Pausen, um mich auf Schönes einlassen zu können, Pausen, die ich füllen möchte mit Gartenarbeit, durchatmen, Musikhören, Musikmachen, lernen – eben mit allem was ich ohne andere Menschen machen kann, um das Corona-Thema eben mal nicht die Oberhand gewinnen zu lassen.