Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 5 – Selbsthilfegruppe

10 gute Gründe für den Besuch einer Selbsthilfegruppe

  1. Selbsthilfe wirkt.
  2. Die Gruppe fängt dich auf. Nicht nur, wenn’s kritisch wird.
  3. Selbsthilfe macht stark.
  4. Du bist nicht allein.
  5. Du triffst dort Menschen, denen es genauso geht wie dir. Also Fachleute.
  6. Selbsthilfe macht stark.
  7. Selbsthilfe bedeutet: gute Aussichten!
  8. Selbsthilfe funktioniert. Ganz ohne Papierkram.
  9. Selbsthilfe ist überall.
  10. Es bleibt unter uns. Versprochen.

und: Selbsthilfe ist auch für Angehörige da.

Zum Download: die komplette PDF zum Thema von DHS und DAK

Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 4 – Nein sagen leichtgemacht

Nein sagen leichtgemacht: Trinkanlässe gibt es immer und überall. Wenn du den Wunsch hast, ein Alkoholproblem zu überwinden, brauchst du darum auch eine Strategie, Trinkangebote abzulehnen. Ich möchte dir Anregungen und Möglichkeiten zeigen, wirksam „Nein“ zu sagen. Wie kannst du „Nein“ sagen, dabei standfest bleiben und dich wohl fühlen?

Tipp 1 Überlege dir schon vor einer Feierlichkeit, wie du die Zeit gestalten möchtest.

Auf wen könnte ich zugehen und ein Gespräch beginnen?
Gibt es etwas, das ich mir dort anschauen möchte?
Kann man tanzen oder umhergehen?
Sollte ich einen Zeitpunkt planen, zu dem ich die Veranstaltung verlasse?

Offen und ehrlich
Hilfreich ist eine Strategie, die vermeidet, dass immer wieder Alkohol angeboten wird. Die Abhängigkeit offen zu machen, kann in diesem Sinne auch dem Selbstschutz dienen. Das Bekenntnis zur Suchterkrankung erleichtert vielen den eigenen Weg.

Unterscheide, wem du dich offenbarst. Nicht jedem Fremden musst du dabei von deiner Sucht erzählst. Je näher dir die Person steht, umso ehrlicher und ausführlicher kannst du sein, und deine Alkoholabhängigkeit erwähnen.

Ausweichen:
„Mir geht es heute nicht so gut“,
„Ich nehme Medikamente“,
„Ich muss noch fahren“ oder
„Alkohol schmeckt mir nicht“.

Oder klar sein:
„Ich trinke keinen Alkohol.“ oder
„Ich vertrage keinen Alkohol.“

Tipp 2 Entscheide sorgfältig, wem du sagst, dass du alkoholabhängig bist. Unterscheidenach Familie, Freunden, Bekannten, Arbeitskollegen und Fremden. Es sollten Menschen sein, denen du vertrauen kannst.

Selbstsicher mitteilen
Ein bereits seit längerer Zeit trockener Alkoholiker tritt meist selbstbewusster auf und sagt eindeutig: „Ich trinke keinen Alkohol.“ Mit der Zeit kann man zu der Überzeugung gelangen, dass es nur noch eine Aussage gibt: „Ich trinke keinen Alkohol.“ Alles, was diesem Satz noch hinzugefügt wird, weicht die Aussage nur auf. Eine Begründung ist nicht notwendig, weil dann ganz schnell eine Situation entsteht, in der du dich rechtfertigen musst.

Mit Humor
Wenn dir Alkohol angeboten wird, kannst du entgegnen:
„Ich hab‘ in meinem Leben schon genug getrunken, ich brauch nichts mehr“,
oder etwa:
„Einen Kater als Haustier kann ich nicht gebrauchen.“
„Ich muss mir niemanden mehr schön trinken.“
„Ich habe jetzt schon einen Dickkopf.“

Für diese Strategie braucht es sicher einen gewissen Abstand zur „nassen“ Phase, eine zufriedene Abstinenz – und die Fähigkeit, sich selbst auf den Arm zu nehmen.

Tipp 3 Lass dich unter keinen Umständen überreden. Wenn du bedrängt wirst, solltest Du die Situation oder auch die Personen so weit wie möglich meiden.

Quelle: DHS
Hilfreiches und humorvolles Video von Nathalie Stüben zum Thema NEIN sagen.

Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 3 – Vorteile beim Leben ohne Alkohol

Vorteile beim Leben ohne Alkohol – denn „Ein Leben ohne Alkohol ist keine Qual, es bedeutet Freiheit.“

Manch einer malt sich das Bild eines nüchternen Lebens aus mit Langeweile, Dunkelheit, Verzicht, Qual. Aber so ist das gar nicht! Das Leben ohne Alkohol bietet viele Vorteile:

Klarheit – morgens aufwachen und fit sein! Sich nicht mehr fragen müssen, wie bin ich gestern nach Hause gekommen oder wo ist mein Handy, meine Jacke, habe ich Unsinn gepostet, geredet ….

Gefühle – Sie kommen wieder, ja auch die blöden. Die müssen jetzt verarbeitet werden. Du kannst lernen damit umzugehen, aber auch die positiven Gefühle kommen wieder. Freude, Glücksgefühle, Dankbarkeit.

Selbstbestimmtheit – Du bist wieder Herr der Dinge bzw. Frau der Dinge. Du kannst jederzeit Autofahren, jederzeit ans Handy gehen, entscheiden, ob du noch was machst oder nicht, es gibt keine Sucht mehr, die dich zu den unmöglichsten Gelegenheiten zum Einkaufen drängt, weil Du noch was zu trinken brauchst. Die Sucht beherrscht nicht mehr Deine Gedanken.

Kreativität – ausgebrannt, krank und depressiv zu sein ist anstrengend und bringt keinerlei kreativen Vorteil.

Gesundheit – schon kurz nach dem Aufhören zu Trinken fühlt man sich automatisch viel besser, man schläft besser, man sieht gesünder und besser aus, weil Du es ausstrahlst und es eben so ist.

Präsenz – du wirst bemerken, dass du dich nicht mehr verstecken brauchst, weil du nichts mehr verstecken musst. Präsent sein heißt auch, dass Du Gesprächen folgen kannst, Gedankengängen folgen kannst, Filme bis zum zu Ende sehen kannst, Du bist jetzt da.

Geruch – Du riechst besser. Du kannst Gerüche und Düfte besser wahrnehmen und auch dein Körpergeruch wird sich verbessern. Und du wirst nicht mehr so viel schwitzen.

Beziehung – es wird ein paar Freunde geben, die du nicht mehr sehen wirst, weil ihr nur gut zusammen trinken konntet oder du sie nur betrunken ertragen hast. Aber die Beziehungen zu den Menschen, die dir wirklich am Herzen liegen, die wirklich deine Freunde sind, werden noch viel schöner, wahrhaftiger und lebendiger werden.

Zeit – Alkohol raubt Dir Zeit. Blackouts, verkaterte Tage. Auf einmal weißt du, dass du viel mehr schaffst und viel mehr Dinge tust, die dir wichtig sind.

Ordnung – Du kommst zum Putzen, zum Aufräumen, Du siehst Dir deine Post bewusster an, du pflegst deinen Terminkalender und du kannst wieder ohne Probleme Arzttermine wahrnehmen. Du hast bald wieder geordnete Verhältnisse und es ist gar nicht so schwer, wie dir dein Alkoholkonsum es dir weismachen wollte.

Selbstliebe – du wirst dir gegenüber weicher und liebevoller, Du hast mehr Energie und du stellst fest, dass Du okay bist, dass du dich nicht hassen musst, dass du gut bist so wie Du bist.

Das kommt nicht von heute auf morgen. Das braucht Zeit – wie jede Veränderung.

(Quelle: Nathalie Stüben)


Zum Video von Nathalie Stüben

Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 2 – Wann ist Zuviel zu viel?

Wann ist Zuviel zu viel – Arten der Alkoholabhängigkeit.

Körperliche Abhängigkeit (Zittern, Übelkeit, Fettleber u.v.a.) betroffen sind aber nur ein ganz kleiner Prozentsatz der Alkoholabhängigen, in einem späten Stadium.

Psychische Abhängigkeit (Craving, Kontrollverlust)
1,6 Mio. sind alkoholabhängig (soviele Menschen leben in München)
1,4 Mio. Menschen betreiben Alkoholmissbrauch (einhergehend mit Unfällen, Stürzen, Aggressionen, Depressionen, Kontrollverlust)
Du bist unsicher ob Du betroffen bist? Der Cage-Test zeigt, wo Du stehst. (PDF)

Riskanter Konsum – Das ist der große Graubereich zwischen schlechter Gewohnheit und Abhängigkeit: Die Definition lt. WHO: mehr als 1 Glas Wein für Frauen und 2 Glas Wein für Männer täglich mit 2 Tage ohne Alkohol in der Woche. Das ist sicher für die meisten von uns lächerlich wenig. 6,7 Mio. Menschen trinken mehr als das. Dazu kommen noch mal 12,7 Mio. Menschen, die episodische Rauschtrinken betreiben.
20 Mio. Menschen wabern in diesem Graubereich und nur weil alle das tun und es gefühlt ja schon immer so war, ist das nicht unbedenklich.
Es gibt ein paar Fragen, die Du Dir beantworten kannst, um herauszufinden ob Du Dich schon in diesem Graubereich bewegst und auf ein Problem zusteuerst:
• Du kannst Dir nicht mehr vorstellen, ohne ein Glas Wein oder Bier zu entspannen
• Du kannst Dir nicht mehr vorstellen, ein schönes Abendessen ohne Alkohol zu genießen
• Du belohnst Dich mit Wein oder Bier
• Deine Hobbies erscheinen Dir immer unattraktiver oder Du kannst sie Dir ohne Wein oder Bier gar nicht mehr vorstellen (Das Bier nach dem Training o.ä.)
• Du kannst nicht so gut einschlafen ohne etwas getrunken zu haben
• Die Welt erscheint Dir immer hoffnungsloser
• Du verstehst nicht, wie Leute an Gott glauben können oder spirituell sein können
• Du hast ein Gedankenkarussell, das Du nicht stoppen kannst
• Du kannst Dich nicht mehr richtig konzentrieren
• Du vergisst Dinge
• Du gehst verkatert zur Arbeit
• Du fährst Auto obwohl Du getrunken hast

Wenn Du Dir noch immer unsicher bist, ob Du ein Problem hast, sind hier Hinweise zu Menschen, die sicher kein Problem damit haben:

Gelegenheitstrinker – sie stoßen mit einem Sekt an Silvester an, das war es. Feiern ohne zu trinken. Sie denken nicht an Alkohol, er spielt einfach keine Rolle. Es ist egal, ob er da ist oder nicht.

Abstinenzler – Es gibt die, die in der Kindheit sehr schlechte Erfahrung in der Familie/Umfeld mit Alkohol gemacht haben und die, die den ersten Schluck getrunken haben und den Alkohol widerlich fanden und deshalb nicht trinken.
Die zweite Gruppe sind die, die nachdem sie ein Problem mit Alkohol hatten damit aufgehört hatten. Hier gibt es auch noch die Unterscheidung zwischen denen, die es ein Leben lang bedauern, dass sie nicht trinken dürfen und denen, die es abfeiern, dass sie nicht mehr trinken müssen.
(Quelle: Nathalie Stüben)

Hilfreicher Video auf Youtube von Nathalie Stüben

Aktionswoche Alkohol 2022 – Tag 1 – Trink-Regeln und Gesetze

Trink-Regeln und Gesetze in unserer Kultur, deren Richtigkeit in Frage zu stellen sind. Menschen, die keinen Alkohol trinken gehören zu einer Minderheit: Nur 16% der deutschen Bevölkerung trinkt keinen Alkohol. Und durch die Regeln, die bei uns gelten ist es leider noch immer außergewöhnlich keinen Alkohol zu trinken. Im Video „Untergang der Titanic“ der Seite „Lieber schlau als blau“ wird der Umgang mit Alkohol sehr anschaulich erläutert.

[Ironiemodus ein] Nachfolgend einige Regeln und Gesetze zum Trinken. Fakt ist: die Regeln können problemlos eingehalten werden! [Ironiemodus aus]

Diese Regeln kennen schon dreijährige Kinder:

Erwachsene trinken Alkohol, Kinder nicht
Männer trinken mehr als Frauen
Alkohol trinkt man auf Partys nicht zum Frühstück

5 ungeschriebene Gesetze im Umgang mit Alkohol – unsere kulturellen Regeln

(1) Regelmäßig Alkohol zu trinken ist normal.

Nur 16% der Menschen trinken keinen Alkohol
Alkohol ist überall zu kaufen, für Jugendliche ist Alkohol das erste Suchtmittel

(2) Alkohol gehört dazu. Man fällt weniger auf, wenn man trinkt.

Die häufigsten Trinksituationen:

  • mit Freunden/beim Feiern – 85% der Bevölkerung meint, dass es zum guten Ton gehört für Gäste immer alkoholische Getränke parat zu haben
  • beim Fernsehen – die meisten Tätigkeiten beim Fernsehen sind Rauchen und Trinken. In jeder Stunde sieht der Zuschauer im Schnitt 9 Szenen mit Alkohol. Sportsendungen werden von den Werbespots der Alkoholindustrie umrahmt.
  • in Kneipen – kein Alkohol zu trinken immer noch die Ausnahme. Alkohol ist immer noch das billigste Getränk
  • bei Mahlzeiten – Beim Abendessen gehört Alkohol für 40% der Bevölkerung dazu, beim Mittagessen sind es 17%.
  • am Arbeitsplatz trinkt jeder 10. regelmäßig Alkohol

(3) Alkohol tut gut.

Ganz allgemein herrscht dem Alkohol gegenüber eine positive Einstellung. Alkohol wird als Lösungs- und Hilfsmittel angesehen: Beispielsweise ist die große Mehrheit der Bevölkerung der Meinung

… Alkohol bewirke, dass man sich in Gesellschaft wohler fühle
… Alkohol erleichtere den Kontakt mit Leuten, die man nicht kennt
… Alkohol sei eine angenehme Möglichkeit sich zu entspannen
… Alkohol stärke das Selbstverstrauen
… Alkohol mache humorvoller und einfallsreicher
… Alkohol helfe bei Niedergeschlagenheit und Depressionen
… Alkohol erleichtere das Ertragen starker Belastungen
… Alkohol erleichtere die sexuelle Annäherung
… Alkohol helfe beim Abschalten

(4) Trinke so viel wie Dein Nachbar – es gibt keine klaren Hinweise, was zu viel ist.

Folgende Trinkmuster sind weitverbreitet: Niveau-Trinken, Runden-Trinken, Flaterate-Trinken. Eine gleiche Trinkmenge stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und dient als Statussymbol.

(5) Alkoholtrinken ist Privatsache, da hat man sich nicht einzumischen.

Das ist eine gängige Meinung. Es wird für unangebracht gehalten, jemanden wegen seines Alkoholkonsums zu kritisieren. Häufig wird ein Arbeitskollege, der einen anderen wegen gefährlichen Alkoholkonsums meldet, anschließend als „Radfahrer“ geschnitten. Dagegen werden auffällige Kollegen oft lange von den Kollegen gedeckt und sogar in Suchtkliniken sind viele Patienten der Auffassung, dass man Rückfälle von anderen besser für sich behält.

Die Alkoholindustrie setzt angesichts zunehmender Einschränkungen gezielt auf Produktplacements in Filmen und im Sport (!) und vermittelt, dass Alkohol ein integraler und vor allem erstrebenwerter Bestandteil unseres Alltags ist. In Deutschland gibt die Alkoholindustrie jährlich ca. 540 Mio. Euro dafür aus.

Schlussfolgerung: Nichttrinken ist unnormal. Es fühlt sich an, wie gegen den Strom zu schwimmen. Der Nichttrinker gehört zu einer Minderheit. Dazu braucht es Mut, Überzeugung und vor allem die Einsicht, dass diese Regeln alle Unsinn sind und auf lange Sicht krankmachen. Wobei … diese Einsicht sollten auch Gelegenheitstrinker haben.
(Quelle: Lieber Schlau als Blau)

Weitere Links zum Thema

Lieber schlau als blau

Suchthilfe und Suchtprävention | soziales. hessen.de

14.-22. Mai 2022 – Aktionswoche Alkohol – Weniger ist besser!

In den nächsten Tagen habe ich einige Artikel zum Thema Alkohol vorbereitet. Denn: Jeder kennt jemanden, der zuviel trinkt. Aber was ist eigentlich Zuviel? Eine Frage, die es sich lohnt, genauer zu betrachten.

Ist Trinken bei mir einfach eine schlechte Angewohnheit oder ist es schon mehr? Denke ich viel über meinen Alkoholkonsum nach? Hat mich jemand schon einmal drauf angesprochen? Bin ich schon unangenehm aufgefallen oder gar ausgefallen?

Vielleicht ist es an der Zeit einmal hinzuschauen und den Anfang zu machen, sich etwas Gutes zu tun. Besseres als ein Glas Bier, Wein oder Schnaps: Das gute Gefühl UNabhängig zu werden, zu sein, zu bleiben. Denn – um mit den Worten von Nathalie Stüben zu sprechen:

Nüchtern sein ist keine Qual, es bedeutet Freiheit.

Besucht mich: am 28.+ 29.5.2022 in Niedernhausen auf der FUGA 2022

Die Vorbereitungen laufen und ich freue mich sehr darauf. Es gibt viel zu bedenken: Standausstattung, Rollup, Plakate, Flyer, Visitenkarten und natürlich viele Glücksmomente. Ich bin gut vorbereitet und kann auf tatkräftige Unterstützung zählen. Spannend werden die Begegnungen und der Austausch mit den Besuchern und anderen Ausstellern.

Die Hemmschwelle der Besucher, sich auf ein Gespräch einzulassen, könnte eine Herausforderung sein. Immerhin habe ich weder schicke Klamotten noch hippe Accessoires im Angebot, sondern Themen, die vom Besucher eine Bereitschaft und Offenheit verlangen, sich einzulassen. Und das ohne Angst und Ablehnung, sondern mit Neugier nicht nur auf mich sondern insbesondere auf sich selbst.

Mein Messeangebot: Ein kostenfreies Traumfänger-Coaching: Ich unterstütze Dich dabei, Dich an neue oder alte Träume zu wagen. 30 wertvolle Minuten für Dich und Deine Zuversicht. 30 Minuten, um aus der Lethargie, dem Jammertal und dem Nichtstun zu kommen. Habe ich Dich neugierig gemacht? Ruf mich an, sende mir eine WhatApp-Nachricht oder eine Mail. Der Rest wird sich wie von selbst ergeben. Oder komm auf einen Kennenlernplausch auf der FUGA 2022 bei mir vorbei. Der Stand mit dem sonnengelben Dach gehört zu mir 😉

Gerne möchte ich mit den Besuchern über den Umgang mit Alkohol in unserer Gesellschaft plaudern. Weil Alkohol zu unserer Kultur gehört, wird der Umgang mit ihm überhaupt nicht hinterfragt. Menschen zu sensibilisieren und ein Bewusstsein für zu viel, zu oft und zu lange zu wecken, ist meine Absicht.

Ein weiteres Angebot an alle, die ihren Alkoholkonsum reduzieren möchten: Dein Alkoholfrei-Coaching, um herauszufinden wo Du stehst, was Du tun kannst. in einem Gespräch im geschützten Rahmen in meiner Praxis können wir gemeinsam der Erkenntnis näherkommen, ob du dir unnötige Gedanken machst oder es tun besser solltest – ohne Vorwürfe, Belehrungen oder Erwartungen. Zusammenhänge erkennen und Verständnis für unser Suchtgedächtnis erlangen, ist ein erster Schritt in die einzig richtige Richtung. Denn

„Nüchtern sein ist keine Qual, es bedeutet Freiheit“

Nathalie Stüben

Sichtbarkeit, das Motto des Jahres

Die Pläne für das Jahr 2022 nehmen Gestalt an. Am Wochenende war ich bei der Traumfängeraktion von Monica Deters, million-dreams.de dabei. Zwei Coachees konnte ich auf ihrem Weg begleiten.

Und am 28./29. Mai mache ich bei der örtlichen Gewerbeausstellung mit. Das ist der bislang größte Schritt in Richtung Sichtbarkeit. Dafür habe ich ein schönes Roll-up gestaltet, das künftig auch meine Praxisräume zieren wird.

Und meine Glücksmomente werden dabei sein. Sie sind Icebraker, um mit den Menschen in Kontakt zu kommen.

Neue Träume braucht das Land!

⭐️Ich bin dabei!⭐️

Am 20. März 2022 ist es soweit – ich werde bei der großen deutschlandweiten „Traumfänger“-Gemeinschaftsaktion mehrere Menschen KOSTENFREI darin coachen, sich an neue Träume zu wagen. Es ist der offizielle und internationale „TAG DES GLÜCKS“ und außerdem offizieller FRÜHLINGSANFANG und es wird ein imaginärer riesengroßer TRAUMFÄNGER über ganz Deutschland gespannt. Es machen noch hunderte andere Coaches mit, so dass an diesem Tag hoffentlich tausende Menschen kostenfrei gecoacht werden, wieder voll durchzustarten in ihrem Leben oder im Job. Und abends gibt es ein LIVE-STREAMING aus Köln dazu. ⭐️

Ich persönlich finde diese Aktion klasse. Du auch? Egal, wo du lebst, auch du kannst dich an diesem Tag kostenfrei coachen lassen. Oder du bist selbst auch als Coach dabei? Es ist für eine gute Sache. ⭐️

Freu dich auf diese wunderbare Aktion und MACH MIT! Hier erfährst du mehr: http://www.million-dreams.de

#milliondreams

#traumfänger

#switchitBaby

Natürlich kannst du dich auch direkt mit mir in Verbindung setzen für ein kostenfreies 30-Minuten-Coaching am 20.3.2022. Dieses Angebot gilt exklusiv nur für diesen Tag.

Mein Interview in der ALH-Akademie

Interview mit Stefanie Dinges

Absolventin – Psychologischer Berater & Suchtberater 

In welcher persönlichen und beruflichen Situation warst Du vor Deiner Ausbildung und was hat Dich motiviert, etwas Neues zu wagen?
Bevor ich mit der Ausbildung zur Psychologischen Beraterin und später auch zur Suchtberaterin bei der ALH begonnen hatte, war (und bin ich noch heute) in einem mittelständischen Unternehmen im Bereich Marketing tätig.

Wann kam der Augenblick, in dem Du das erste Mal überlegt hast, Dich selbstständig zu machen? 
Heute bin ich 59 und ich war schon mit 21 das erste Mal selbständig mit einem kleinen Einzelhandelsgeschäft.
Mit 37 habe ich mich wieder in die Selbständigkeit begeben und hatte eine kleine Werbe- und PR-Agentur. 10 Jahre lang war ich gerne aber eben immer „ständig“ am Arbeiten. Diese Selbständigkeit führte zum ersten Burnout. Danach krempelte ich mein Leben um und ich habe nur noch mit halber Kraft – im wahrsten Sinne des Wortes – gearbeitet. 

2018, bevor ich meine Ausbildungen bei der ALH begonnen hatte, war ich wieder an dem Punkt der Depression und Unzufriedenheit und hatte ein Gefühl, unausgefüllt zu sein, wie die beiden Male vorher auch. Aber ich habe dieses Mal einen ganz anderen Weg eingeschlagen. Endlich etwas tun, das sinnstiftend ist, etwas das mir und anderen Menschen wirklich weiterhilft. Aber dahin kam ich erst, als ich aufgehört habe einen neuen Job zu suchen, der zu mir passt und den ich offensichtlich nicht finden konnte. Perspektivwechsel sozusagen. Ich habe mich gefragt, was möchte ich die nächsten Jahre tun, um auch nach der Notwendigkeit, Geld verdienen zu müssen, immer noch Sinn im täglichen Tun zu finden.

Wie lange dauerte es dann, bis Du diesem Gedanken gefolgt bist und wie sahen Deine ersten Schritte in die Selbstständigkeit aus?
Vom ersten zarten Gedanken daran bis zum Absenden der Anmeldung – für meine Verhältnisse ging das in rasender Geschwindigkeit – vergingen nur etwa drei Monate. Begonnen hat alles mit einem SKOLL-Training in der Fachambulanz der Caritas Wiesbaden. Teilnehmer waren Menschen, die ihrem Zuviel an Alkohol, Spielen, Rauchen etc. auf den Grund gehen wollten. In diesem Seminar hatte ich ständig das Gefühl, mehr auf die Seite der Trainerinnen zu gehören, als auf die Seite der Teilnehmer. Mir hat das sehr gefallen, wie diese beiden Frauen das Training geleitet hatten. „So etwas möchte ich auch tun!“ war meine Erkenntnis des Trainings. 
Im April 2019 ging es dann schon los an der ALH. Mit der Ausbildung zur Psychologischen Beraterin habe ich die Basis geschaffen. Schon in den ersten Ausbildungswochen habe ich meine Praxisräume visualisiert, eine Webseite begonnen aufzubauen und die ersten groben Beratungskonzepte ausgearbeitet. 2020 schloss sich die Ausbildung zur Suchtberaterin an. Ende 2020 / Anfang 2021 durfte ich meine ersten Klienten in meinen Räumen empfangen und bin seit dem zu finden unter: www.loslegenlernen.com/.

Gab es Momente, in denen Du am liebsten alles abgebrochen hättest? Wenn ja: Wie bist Du mit diesen Situationen umgegangen und vor allem, wie hast Du es dann geschafft, weiterzumachen?
Es gab und gibt immer Zeiten, in denen ich Durchhänger habe und am Zweifeln bin. Mir hilft es, mich mit Kommilitoninnen und Kolleginnen auszutauschen und deren Erfahrungen mit Misserfolgen, Zeiten des Stillstandes und Zweifeln zu hören. Und wenn gar nix mehr geht: Einfach mal alle Fünfe gerade sein lassen und eine Auszeit nehmen. Nach einem solchen Wochenende (wenn mehr Zeit nicht ist) kann ich immer wieder neu durchstarten, kann Dinge neu bewerten, weil ich Abstand gewonnen habe und finde wieder den Weg, auf dem es irgendwie und oft irgendwie besser als vorher weitergeht.

Erzähl uns doch gerne ein wenig über Deine Beratung: Was bietest Du an und wer kann zu Dir kommen?
Jeder kann eine Erstberatung erhalten, in der ich zumindest weiterhelfe, indem ich an fachkundige Spezialisten weiterverweise. Oft muss ich den Unterschied zwischen Psychologischer Beratung und Psychotherapie erklären.
Ich bin spezialisiert auf Resilienz-Trainings, berufliche Veränderung, Suchtberatung und überbrückende Gespräche bis zum Start einer Psychotherapie. 
Resilienz-Trainings biete ich in zwei Varianten an: Den Kurz-Workshop mit 4 Einheiten und den Intensiv-Workshop mit 8 Einheiten, der im günstigsten Fall auch 8 Wochen dauert, denn Veränderung braucht Zeit und Raum.
Bei der beruflichen Veränderung steht das persönliche Wachstum im Mittelpunkt. Hier gehe ich individuell auf die Wünsche und Anforderung ein. 
Beim sensiblen Thema Suchtberatung geht es mir darum, Klienten einen bewussten Umgang mit Sucht/-Genussmitteln nahezubringen. Es geht nicht um Abstinenz, sondern um den gesunden Umgang damit. Bad Habits haben sicher die meisten von uns. Da ist mein Ansatz.

Welchen Tipp würdest Du Dir rückblickend an die Hand geben, wenn Du noch einmal mit Dir zu Deinen Anfangszeiten sprechen könntest? 
Ich würde mir sagen: Du schaffst das!  Lass Dich nicht verrückt machen, durch die vielen neuen Fachausdrücke. Du musst nicht perfekt sein, Du musst nicht alles wissen, Du musst nur wissen, woher und von wem du die wichtigen und richtigen Informationen erhältst.